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la vie en rose

Die gebürtige Schweizer Künstlerin Kira Weber lebt und arbeitet seit vielen Jahren auf Kreta. Bekanntheit erlangte sie durch ihre teils sehr grossformatigen Stillleben, die den Betrachter unausweichlich in sich hineinziehen. Die neue Ausstellung unter dem Titel «la vie en rose» zeigt eine Vielzahl von Rosenstillleben. Wir lernen Kira Weber von einer neuen, subtilen Seite kennen. Die fotografisch genauen Stillleben weichen einer weichen, romantischen Malweise. Ihre malerische Virtuosität ist beeindruckend. Der Betrachter meint einzelne Rosenblätter auf den Tisch niedergaukeln zu sehen. Die Weichheit des Pinselstriches bei ihren Ölgemälden aber auch die zarten Pastellzeichnungen geben die Fragilität der blühenden Rosen fast greifbar wider. Eine Ausstellung mit subtilen Farbklängen.

Sebastian Goepert  schreibt über Kira Weber:

"Kira Weber malt ästhetisch und realistisch in einer postmodernen Zeit, für die Zerlegung, Zerstückelung oder gar Abschaffung der Realität auch schon wieder Geschichte ist. Ihre Formate sind oft überdimensioniert, Details werden herausgegriffen, vergrössert und frontal zm Betrachter ins Bild gesetzt. Das Licht, bald omnipräsent, bald diffus oder gebrochen, fordert stets dazu auf, sich dem Sehen zu stellen, den Blick weder zu senken noch abschweifen zu lassen. Dabei führt gerade das zuweilen Dunstig-Ungefähre der Darstellung dazu, dass die Gegenstände auch über andere Sinne als den des Auges im Betrachter erfahrbar werden, vornehmlich über den Tastsinn, den Riechsinn und das Schmecken. Wir ahnen den Duft der weissen Rosen, den Geschmack der voll reifen Feigen, fühlen die pelzige Schale der grünen Mandel, möchten diese zarten Porzellantassen gern eigenhändig aufräumen, die feine Tischdecke glatt ziehen, den usbekischen Mantel vom Stuhl nehmen unnd uns über die Schulter legen.

Kira Weber begreift aber Realismus weniger als Stil denn als Methode und Technik ihres Malens, mit Hilfe derer die von ihr erwählten, ja auserwählten Gegenstände in atmosphärisch Umgebung schaffendem Raum möglichst genau erfasst und dargestellt werden können. Es ist ihr sehr ernst mit der handwerklichen Bewältigung von Farbe, Licht, Format und Stofflichkeit, Gestalt und Struktur auf der Malfläche. Im Prozess des Malens stellt sie sich dass der intim-schöpferischen Auseinandersetzung mit ihrem inneren Bild von Schönheit, ihrem starken Bedürfniss nach Harmonie, nach Ausgewogenheit der Gestaltung dessen, was sie gesehen und sehend gefühlt und erfahren hat."